Nachwuchs für den Pflegebereich zu bekommen, ist derzeit schon problematisch – und wird in Zukunft noch schwieriger werden. Allein im Kreis Borken werden bis 2032 statt der derzeit vorhandenen 3500 Fachkräfte etwa 4730 Vollzeit-Pflege-kräfte benötigt. Auch deswegen schicken die stationären Altenheime und ambulanten Pflegedienste im Kreis Borken jetzt sogenannte Care-Scouts los. Sie sollen für den Pflegeberuf in ihren Einrichtungen werben, junge Menschen ansprechen und den Pflegeberuf als attraktive Option für eine berufliche Laufbahn vorstellen. Das haben jetzt Vertreter aus der Kreisarbeitsgemeinschaft der katholischen Altenhilfe mitgeteilt. Sie haben dazu ein Profil für die „Care-Scouts“, zum Beispiel an Schulen oder Ausbildungsbörsen, stehe die Vermittlung eines positiven Berufsbildes in den stationären Einrichtungen und Pflegediensten im Vordergrund. „Wir wollen neue Wege finden, damit junge Menschen in Kontakt mit dem Sozialen, insbesondere mit der Pflege am Menschen, kommen“, erklärt Friedhelm Harmeling, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Altenhilfe im St. Antonius-Hospital Gronau, die Initiative der katholischen Altenhilfe im Kreis Borken. Die Fachleute weisen darauf hin, dass sich Zufriedenheit im Pflegeberuf im hohen Maße daraus speise, dass man ganz nah mit Menschen und am Menschen arbeite und „im Gegenzug ein hohes Maß an Dankbarkeit der Pflegebedürftigen und Anerkennung im Team zurückbekommt“. Verwiesen wird auch auf einen „vergleichsweise, guten, tariflich abgesicherten Verdienst, schon während der dreijährigen Ausbildungszeit, verlässliche Strukturen in den Einrichtungen und eine hohe Arbeitsplatzsicherheit“.

Marco auf Werbetour für den Pflegeberuf